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Sprungbrett oder Fettnäpfchen?

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Wunderwaffe Lebenslauf

©  Sunny studio shutterstock.com

Du bleibst mit den Autoren in Kontakt. Wie viele von ihnen haben schnell eine neue Stelle gefunden?


Ich würde behaupten, dass 70% bis 80% der Leute, deren Lebensläufe ich in meinem Blog veröffentlicht habe, ihre Ziele erreicht und eine Arbeitsstelle oder ein Praktikum gefunden haben.
90% sind seltener auf Anhieb von den Unternehmen abgelehnt wurden oder konnten die Anzahl der Rückmeldungen auf ihre Bewerbungen verdoppeln.
Nur in sehr wenigen Fällen haben die außergewöhnlichen Lebensläufe nichts gebracht. Es ist interessant, den Autoren dieser Lebensläufe zu folgen: Viele Lebensläufe sind auch nach Jahren noch bekannt, andere Aktionen waren eher flüchtig.



Birgt das Entwerfen eines ausgefallenen Exemplars nicht auch gewisse Risiken?

Aber sicher. Wie im echten Leben auch hat Außergewöhnlichkeit auch ihre Schattenseiten. Wohlbekannte und erprobte Wege zu verlassen, um sich querfeldein zu schlagen war noch nie besonders sicher. Oder, um einen Vergleich zu ziehen: Wenn man eine Abkürzung nimmt, um Zeit zu sparen, kann es passieren, dass man sich das Bein bricht und überhaupt nicht oder viel zu spät ankommt.
Es gibt unzählige Internetseiten, auf denen „die schlechtesten Lebensläufe der Welt“ zu sehen sind. Dort werden Leute im Internet zum Gespött der Welt – und das in einer Gesellschaft, die sich über den Ruf einzelner Menschen mit Hilfen eines kurzen Klicks auf Google informiert.
Kurz und knapp: Im Netz ist das Verursachen einer gewissen Erregung hilfreich, um Aufmerksamkeit zu erhalten - negative Aufmerksamkeit ist jedoch der absolute Feind jedes Bewerbers.
Selbst die kleinste falsche Justierung kann für ein negatives Feedback sorgen; sogar dann, wenn es sich nicht um eine total verrückte Idee handelt. Meine Kampagne „Lebensläufe im Sonderangebot“ hätte einen kleinen Höllentrip für mich bedeuten können, wenn sie von den Medien falsch verstanden worden wäre: „Da ist ein junger Typ dazu gezwungen, seine Bewerbungen zu verramschen, um eine Stelle zu bekommen.“ Das Risiko eines Missverständnisses darf man nicht übersehen.

Dein Tipp an alle, die sich an die Erstellung eines außergewöhnlichen Lebenslaufs machen wollen?

Der individuelle Lebenslauf beweist, dass man sich sehr um seinen Traumjob (oder erst einmal überhaupt um einen Job) bemüht und motiviert und engagiert bei der Sache ist.
Deshalb denke ich, dass ein solches Exemplar prinzipiell ein Trumpf ist.
Trotzdem muss man aufpassen! Immerhin offenbart dieser Gang alles, was man getan hat, um einen Job zu bekommen und nagelt den eigenen Namen für alle Zeiten ins Holz des Internets. Bevor man ihn verbreitet, sollte man ihn Familie und Freunden zur Durchsicht und Verbesserung überlassen.
Und zum Schluss, ein ganz banaler Rat: Er bietet sich vor allem für außergewöhnliche Personen an. So eine Aktion kann einem Türen öffnen, aber wenn man schon einen Fuß in ihnen hat, muss man sich zu verkaufen wissen.
Wenn der Super-Lebenslauf nahe legt, dass sich dahinter ein Super-Bewerber verbirgt, dann muss man daran arbeiten, dass dem so ist. Wenn er Seele beweist und man dank ihm einen Stein im Brett hat, muss man sich dennoch weiterhin anstrengen, um seinen zukünftigen Chef nicht im weiteren Verlauf zu enttäuschen.


Artikel aus dem Französischen übersetzt. Quelle: jobijoba.com

10.10.2014
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