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Auf dem Lebenslauf mogeln?

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Lügen auf Lebenslauf

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Ist es für Sie schwierig, Einladungen zu Vorstellungsgesprächen zu erhalten? Sie finden, dass Ihr Lebenslauf zu leer, konfus oder zu wenig überzeugend wirkt? Ein Stellenangebot entspricht genau Ihren Vorstellungen und Ihr Bewerberprofil kommt den geforderten Ansprüchen fast perfekt nahe?


Aufgrund aller oben genannten Gründe fragen Sie sich möglicherweise, ob Sie nicht die Gelegenheit nutzen sollten, um Ihren Lebenslauf dezent auszuschmücken, dadurch die Personalchefs auf Sie aufmerksam zu machen, um die Stelle zu bekommen. Die Versuchungen sind teilweise groß, doch sollten Sie in den folgenden Situationen das Mogeln lieber bleiben lassen. Wir erklären Ihnen warum:


Sie sind für kürzere oder längere Zeit beruflich nicht vorangekommen und diese Zeiträume sind ein schwarzer Fleck auf Ihrem Lebenslauf?

Sie sind geneigt, diesen leeren Zeitraum aufzufüllen - sei es durch eine erfundene Beschäftigung (beispielsweise einen Zeitarbeitsvertrag oder eine Interimsaufgabe) oder dadurch, dass Sie die letzte Beschäftigungsdauer etwas ausdehnen...

Achtung, die Wahrheit dieser Angaben lässt sich zunehmend leicht überprüfen, sowohl durch die Recherche in sozialen Netzwerken wie durch Ihre letzten Kollegen.
Nicht zu Unrecht fragen heute viele Unternehmen nach Referenzen und zögern nicht, sich zusätzlich zu Ihrer Bewerbung direkt bei Ihrem letzten Arbeitgeber über Ihre berufliche Eignung und Ihre Kompetenzen zu erkundigen.


Diplom "verbessern" oder sogar eins erfinden?

Da das Niveau des geforderten Abschlusses für einen Arbeitsplatz immer mehr steigt und ihn nur die Besten bekommen, könnten Sie schnell in Versuchung geraten, beispielsweise Ihren Berufsschulabschluss in ein Fachmatura zu verwandeln...

Achtung, in den meisten Fällen wird zusätzlich zu Ihrer Bewerbung eine Kopie Ihres Diploms angefordert - daher ist es sinnvoll, nicht zu lügen um einem höchst peinlichen Moment der Entdeckung und der Erklärungen zu entgehen.


Sie geben bessere Sprachkenntnisse an als Sie besitzen?

Zwei Wochen Urlaub in einem anderen Land zu verbringen, bedeutet nicht, dass Sie die Sprache fließend beherrschen oder sogar zweisprachig sind... Um als Sprachkompetenz berechtigterweise "fließend" oder "zweisprachig" anzugeben, benötigen Sie einen echten Nachweis. Beispielsweise, dass Sie ein Jahr im Ausland verbracht oder ein von offizieller Seite aus anerkanntes Sprachdiplom absolviert haben.

Achtung, viele Personalchefs ordnen regelmäßige Tests an (sowohl für den geschriebenen als auch für den mündlichen Sprachgebrauch), um sich von Ihren Sprachkenntnissen zu überzeugen. Lügen ist eine sinn- und aussichtslose Sache, da Ihr tatsächliches Sprachniveau mit Hilfe der Tests ohne Weiteres herausgefunden und bewertet wird.


Angaben in der Bewerbung hinzuzuerfinden, bedeutet, den Personalchef vor der Einstellung in die Irre zu führen. Aber dieses Verhalten rächt sich sofort oder zumindest sehr schnell, sobald das Unternehmen bemerkt, dass Ihre Kompetenzen und Erfahrungen überhaupt nicht mit dem überein stimmen, was Sie in Ihren Unterlagen angegeben haben.
Zudem müssen Sie sich eine Vielzahl von unschönen und berechtigten Vorwürfen gefallen lassen, wenn Ihr Personalchef davon erfährt, dass Sie Angaben gefälscht haben. Eine Situation, die Ihren Arbeitsplatz hochgradig gefährdet.


Um kleine Schwächen auszugleichen, ist es besser, die eigenen Stärken besonders hervorzuheben: Stellen Sie Ihre wichtigsten - und vor allem erfolgreichsten - Schritte auf dem Weg zu Ihrem angestrebten Arbeitsplatz besonders heraus. Unterstreichen Sie Ihre realisierten Projekte durch Zahlen, Fotos und / oder eine Präsentationsmappe.

Kurz: Betonen Sie Ihre tatsächlichen beruflichen Fähigkeiten.

14.08.2014
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